Die Highlights von Slowenien – so nah und doch so fern

Wer war schon alles in Slowenien? Dieses wundervolle Land ist so gut von Deutschland aus zu erreichen und doch verirrt sich kaum einer hier hin. Wir haben ein paar Tage in Slowenien verbracht und möchten euch unsere Highlights präsentieren.

slovenien

Slowenien bietet Hochgebirge, Städte und Mittelmeerküste – und ganz viel wunderschöne unberührte Natur.

Wir haben uns also sowohl einige Städte angeschaut, als auch die Natur genossen. Am meisten Zeit haben wir im wunderschönen slowenischen Hinterland in der Region Gorenjska im Westen des Landes verbracht. Gleich an der Grenze zu Österreich. Von München erreicht man diese Region in unter 4 Stunden. Kaum ist man über der Grenze erblickt man sofort die majestätischen Julischen Alpen, die über 2.800 Meter in die Höhe ragen. Man befindet sich direkt in Sloweniens einzigem Nationalpark rund um den höchsten Berg Triglav. Von Dort aus kann man dann das ganze Land erkunden.

Diese 6 Highlights warten auf euch:

 

Bled und Bleder See – der Star Sloweniens

bled2bled1Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit im Nordwesten Sloweniens ist der Bleder See (Blejsko jezero). Eingeschlossen von grünen Hängen ist das kleine Gewässer sehr idyllisch gelegen. Berühmt ist der See vor allem für die kleine Insel mit der Marienkirche. Wer einen Tag Zeit hat kann entspannt auf die Burg rauf, um den See laufen und natürlich einen oder mehrere Bade-Stops machen. Wirklich herrlich in dem Wasser!

bled3Wir kamen am Abend in Bled an, es wurde gerade dunkel. Natürlich führt uns der erste Weg ans Seeufer. Hier, direkt im Zentrum von Bled, geht der Blick zunächst zur gegenüberliegenden Seeseite. Dort thront die Bleder Burg (Blejski grad) hoch über dem Wasser und ist bei Nacht toll beleuchtet. Hier an der Ufer-Promenade kann mich sich entspannt einen Cocktail oder ein Bier gönnen. Ein toller Tipp ist es bestimmt aber auch Abends zum Sonnenuntergang auf die Burg zu fahren – dort gibt es ein Restaurant und eine gigantische Aussicht.

Aber auch bei Tageslicht ist der See und die Umgebung etwas ganz Besonderes: Die Farben leuchten so kräftig. Egal ob das Wasser, die Bäume oder die bunten Bote. Der Bleder See wartet nämlich mit einer Besonderheit auf: Motorboote sind aus Naturschutzgründen komplett verboten. Auf und über den See kommt man also nur mit Menschenkraft. Wer nicht selbst rudern möchte, kann auf die Dienste der Pletna-Fahrer zurückgreifen. Die Pletna ist ein traditionelles Holzboot, das mit kurzen schnellen Ruderschlägen beschleunigt wird. Die gemütliche Überfahrt dauert knapp 20 Minuten. Genug Zeit, um sich zurückzulehnen und die Aussicht auf die herrliche Natur zu genießen.

Vintgar Klamm – ein Meisterwerk der Natur

vintgar4

vintgar3

Die Vintgarklamm ist eine der meist besuchten Natursehenswürdigkeiten in Slowenien. Von Bled geht es nach Norden, Richtung des Dorfs Podhom. Folgt man immer den Hinweisschildern vintgar2Richtung „Vintgar“ erreicht man nach wenigen Minuten die Klamm. Durch die enge Schlucht, in der der Fluss Radovna donnert, sind Wege, Galerien und Brücken gebaut. Der Weg führt durch die 1600 m lange Klamm. Die Radovna fließt über Wasserfälle und Stromschnellen und wird in den klaren tiefen Stellen ruhiger und das Wasser schimmert in fantastischen grün-blau Tönen

Der Wasserfall Šum, der am Ende der Klamm wartet, ist der größte Flusswasserfall in Slowenien. Für uns gabs zum Abschluss ein Eis, und dann sind wir wieder durch die Klamm zurück. Man kann aber auch den Pfad südöstlich hinauf bis zur kleinen St.-Katharinen-Kirche oberhalb von Zasip nehmen. Von hier aus bietet sich eine der schönsten Aussichten auf die gesamte Umgebung von Bled. Wir wollten in der Sommerhitze aber lieber in der Nähe des kalten Wassers bleiben.

Die Schlucht ist ein echtes Highlight und ein Ausflug dorthin möchten wir euch unbedingt empfehlen!

Bohinj See – ein abgeschiedenes Paradies von Slowenien

bohini

Deutlich weniger bekannt aber ebenfalls wunderschön ist der Bohinj-See (Bohinjsko jezero). Nur eine halbe Stunde Fahrzeit von Bled entfernt liegt er idyllisch eingebettet zwischen den letzten Ausläufern der Julischen Alpen. Hier ist es auch deutlich weniger touristisch. Nur ein paar wenige Autos stehen auf dem Parkplatz. Auf dem See zieht ein Kanufahrer sein Paddel gleichmäßig durch das leicht gekräuselte Wasser und genießt vermutlich – genau wie wir – die herrliche Aussicht.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt sollte hier auf jeden Fall eine Nacht bleiben. Am westlichen Ende des Sees bei Ukanc gibt es einen tollen Campingplatz. Sehr abgeschieden und ruhig. Hier kann man einfach stundenlang am Ufer sitzen und einfach die Ruhe und Einsamkeit genießen.

Tolminer Klammen

tolmin-klamm2

Die Klammen erreicht man zu Fuß von dem kleinen Örtchen Tolmin, das man von Bled aus in knapp 2 Stunden erreicht. Toll ist sicher auch eine Fahrt mit dem Zug, hier kann sogar das eigene Auto aufgeladen werden. Aber auch die Pass-Straße mit ihren vielen Kurven und tollen Aussichten lohnt sich. Die Tolminer Klammen sind der niedrigste und gleichzeitig der südlichste Punkt für den Eintritt in den Nationalpark Triglav und die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Gemeinde Tolmin.

tolmin-klamm

Die Tolminer Klammen haben einige Highlights zu bieten. Die schmale und sehr hohe Teufelsbrücke zum Beispiel. Wenn man darüber läuft wird einem der Name klar:  Teufelsbrücke werden in Slowenien häufig Brücken genannt, die über enge und gefährliche Schluchten führen. Unter der Teufelsbrücke am Ende der Klamm befindet sich eine Thermalquelle.

tolminDie Durchschnittstemperatur der Quelle beträgt zwischen 18,8 und 20,8 °C (die Temperatur der Tolminka beträgt zwischen 5 und 9 °C).

Wegen eines Felssturzes unterhalb der Brücke, der die Tolminka- Klamm angehoben hat, ist die Höhle heute leider nicht mehr zugänglich. Beim Wandern durch die Schlucht entdeckt man immer wieder spannende Felsformationen: Köpfe, Gesichter, Tiere: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am liebsten würde man in das wundervolle klare Wasser reinspringen. Uns war es aber etwas zu kalt.

Ljubljana – klein, freundlich, gemütlich

lubljanaEine Wochen in Slowenien – Dazu gehört natürlich auch noch ein Abstecher in die etwa 60 Kilometer weiter östlich gelegene Hauptstadt Ljubljana. Wir waren zum ersten Mal dort und total begeistert! Das Stadtzentrum ist nicht allzu groß, sodass alles gut zu Fuß zu erreichen ist. schuhe

Die Altstadt ist toll restauriert und am Hauptplatz Prešeren mit den drei Brücken (Tromostovje) ist es einfach schön. Besonders am Abend lohnt es sich hier entlang zu bummeln, wenn die ganze Stadt auf den Beinen ist und von überall her Musik auf die Straße schallt.

An der Uferpromenade des Ljubljanica-Flusses reihen sich kleine Cafés und Restaurants aneinander und laden zum Entspannen und Genießen ein. Oben auf dem Berg wacht die Burg über das Geschehen. Per Standseilbahn könnt ihr die Burg auch von oben erkunden und habt eine schöne Sicht auf die Altstadt. Rauflaufen geht natürlich auch.

lubljana2

Höhle von Postonja

Burger_PostojnskaJama

Die Höhle von Postojna ist ein System von 20 Kilometer langen, mit Tropfsteinen geschmückten Gängen, Galerien und Hallen. Sie ist die größte Höhle der Karstlandschaft Kras und die am meisten besuchte Schauhöhle Europas. Bei so vielen Superlativen mussten wir das sehen 😉 Das besonder in der Höhle: Bereits vor über 100 Jahren wurden hier Stromleitungen verlegt, so dass man das Tunnelsystem illuminiert bestaunen kann. Tropfsteine unterschiedlichster Form, Farbe und Entstehungszeit bilden ein wirklich fantastisches Bild. Die Temperatur in den Höhlen liegt um die 8-10 Grad, eine Jacke solltet ihr also auf alle Fälle mitnehmen.

Allzu viel zu Fuß Laufen muss man nicht: Ein Zug fährt zu den einzelnen Räumen: Zum Konzertsaal, dem weißen Schneesaal und zum schimmernden Stalagmiten Brillant. Hier sind die meisten Höhlentiere an einem Ort zu bewundern.

 

Foto Postonja: Boštjan Burger (Lander) at sl.wikipedia – Übertragen aus sl.wikipedia nach Commons., CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4492478

7 Gedanken zu „Die Highlights von Slowenien – so nah und doch so fern

  • Januar 27, 2017 um 2:01 am
    Permalink

    Wow, was für Bilder – ein Traum! Ich habe schon vor Jahren jemanden aus Slovenien kennen gelernt, der mir von seiner Heimat vorgeschwärmt hat. Vielleicht wird es Zeit ihn mal dort zu besuchen 🙂 LG Christina

    Antwort
    • Juni 13, 2017 um 7:48 pm
      Permalink

      Liebe Christina,

      auf jeden Fall! Melde dich gerne, wenn du Tipps brauchst. Unseren Artikel über Bosnien hast du auch gesehen? Auch ein super schönes Land!

      Grüße
      Andrea von den 2 Abenteurern.

      Antwort
  • Januar 26, 2017 um 9:45 pm
    Permalink

    Wow, was für Bilder! Wir suchen noch ein Ziel für die diesjährige Tour mit unserem Bulli. Hast du Erfahrung mit Wildcampen dort machen können?
    LG Anni

    Antwort
    • Januar 27, 2017 um 7:28 am
      Permalink

      Liebe Anni,

      danke für das Kompliment 😛

      Wir waren ja auch mit dem Bus unterwegs und haben quasi immer wild gecampt. Wir kein Problem. Oft hatten wir richtig schöne Plätze direkt am See oder so. War echt perfekt. Können wir auf jeden Fall empfehlen. Viel Spaß – und melde dich gerne noch einmal, wenn du Tipps gebrauchen kannst.

      Antwort
  • Januar 26, 2017 um 8:45 am
    Permalink

    Slowenien stand schon lange auf meiner Wunschliste- jetzt um so mehr! 🙂
    Liebe Grüße
    Esther

    Antwort
    • Januar 27, 2017 um 7:29 am
      Permalink

      Liebe Esther,

      melde dich gerne, wenn du noch Tipps brauchst. Wir helfen gerne.
      Grüße
      Die 2 Abenteurer

      Antwort
  • November 26, 2016 um 6:18 pm
    Permalink

    Wow. Dein Artikel und vor allem die wunderschönen Bilder machen Lust auf Slowenien 🙂

    Lieben Gruß
    Saskia

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.