Paradies Bayern – ein Kurzurlaub am Königsee

Wart ihr schon einmal im Paradies? Ein Ort wo unbeschreiblich schöne Natur, majestätische Berge und eine magische Atmosphäre aufeinander treffen? Dann ab zum Königssee – denn dort findet ihr genau das!

Wir haben eines der ersten sonnigen Frühlingswochenenden genutzt um mal wieder Heimaturlaub zu machen. Es ging Richtung Berge – ins Berchtesgadener Land: Zum Königssee. Es gib viele wunderschöne Flecken Erde, aber dieser ist wirklich besonders schön – auch wenn ihr schon zehnmal da wart.

königssee bootsanleger

Gestartet sind wir vom großen Parkplatz im Dorf Königssee. Bis hier hin könnt ihr bequem mit dem Auto fahren, aber auch der Bus der vom Bahnhof in Berchtesgaden kommt, hält direkt am Parkplatz. Ab dann geht es nur noch zu Fuß weiter. Vorbei an Souvenierläden und Eisdielen geht es hinunter ans Seeufer und den Bootsanleger mit dem berühmten ersten Blick auf den Königssee.

Der Königssee ist an der tiefsten Stelle 196 Meter tief, das Wasser hat Trinkwasserqualität. Um diese zu erhalten, ist jeglicher Wassersport am Königssee verboten. Lediglich Baden ist an den gekennzeichneten Stellen erlaubt. Die Boote, welche die einzige Möglichkeit sind, auf die andere Seeseite zu kommen, werden elektrisch betrieben.

Jetzt aber zu den Tourentipps:

Malerwinkel-Rundweg am Königssee

Auf das Boot sind wir erst später gestiegen. Zuerst haben wir die „Malerwinkel-Runde“ gemacht. Dieser gemütliche Spaziergang dauert ca. eine Stunde (wenn man zügig geht auch kürzer). Der Rundweg führt links am See entlang und durch den Wald zu verschiedenen Aussichtsplätzen. Von hier gibt es eine fantastische Aussicht auf den Königssee, das dahinterliegenden Steinernen Meer mit der Schönfeldspitze und rechter Hand der Watzmann. Zurück geht es wieder durch einen wunderbaren Wald – im März/April ist hier alles am Erwachen, daher sehr zu empfehlen.

Zurück am Bootsanleger haben wir uns das Überfahrticket nach St. Bartholomä gekauft (15,- p.Person für Hin- und Rückfahrt). Im Sommer fahren die Boote mindestens halbstündlich, bei großem Andrang aber auch öfter. Den Fahrplan der Königssee-Schifffahrt gibt es HIER. Am Königssee gibt es insgesamt vier Bootsanlege-Stellen:

1. Königssee (Dorf)

2. Kessel (Ausstieg für Wanderer und Mountainbiker die von hier ihre Tour starten, z.B. zur Gotzenalm oder zum Schhneibstein)

3. St. Bartholomä (Ausgangspunkt für Wanderungen zur Eiskapelle, Watzmann Ostwand und über die Saugasse ins Steinerne Meer)

4. Salet (Südspitze des Königssees. Wird nur im Sommer angefahren. Wanderungen zum Obersee, Fischunkelalm und Steinernes Meer)

Majestätisch-mystische Überfahrt über den Königssee

Die Überfahrt über den See ist jedesmal wieder atemberaubend. Das Elektro-Boot gleitet über den See, rundherum ist alles still und oft macht sich auf dem Boot eine sehr demütige Stimmung breit. Vor dieser gewaltigen Kulisse – dem kristallklar-leuchtenden See, dem Watzmann und den anderen umliegenden Bergen, sind wir auch schnell verstummt.

Ein Highlight ist natürlich dann noch die berühmte Echo-Wand, die die mystische Stimmung abrundet. Ein Mitarbeiter der Königssee-Schifffahrt bläst dazu an einer bestimmten Stelle des Sees mit einem Flügelhorn oder einer Trompete majestätische Klänge hinauf in die Echowand, von wo das Trompetenspiel mehrmals wiederhallt. Ein Gänsehaut-Erlebnis!

St. Bartholomä-Rundweg mit Eiskapelle

Nach der Überfahrt mit dem Boot nach St. Bartholomä stehen euch auf der Halbinsel einige Wandermöglichkeiten zur Wahl. Wir haben mit dem Panorama-Rundweg begonnen. Der ist ca. 1,5 Kilometer lang, ihr seid also in 20-30 Minuten wieder am Bootsanleger. Wer eine etwas weitere Tour gehen möchte, kann den Weg hinauf zur Eiskapelle gehen. Vom Bootsanleger geht es hier in westlicher Richtung über die Wiese und in den Wald und direkt zum Fuß der Watzmann-Ostwand. Diese ragt 2000 Meter hoch auf – die höchste und bei Kletterern berüchtigste Steilwand der Ostalpen. Von hier geht es über ein Schuttfeld hinüber zur Eiskapelle: ein Tor im Schneefeld, aus dem der Eisbach hervortritt. Das Betreten der Höhle ist lebensgefährlich, sollte also lieber unterlassen werden.

Zurück geht es den gleichen Weg. Zum Abschluss des Ausflugs vielleicht noch ein Eis, einen Kuchen oder auch eine stärkende Brotzeit beim Wirt neben der Wallfahrtskirche. Wer nach der wieder beeindruckenden Rückfahrt über den See noch Zeit hat, kann auch noch die Altstadt des nahe gelegenen Berchtesgaden erkunden. Auch ein sehr schöner Ausflug!

 

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