Das Musical „Bodyguard“ in Köln

Endlich hat Köln wieder ein Musical: Seit November 2015 wird „Bodyguard“ in der Domstadt aufgeführt. Bei unserem Besuch in Köln wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Ein Fazit.

Mit "Bodyguard" hat Köln seit November 2015 wieder ein eigenes Musical.
Mit „Bodyguard“ hat Köln seit November 2015 wieder ein eigenes Musical. (Foto: Nilz Böhme)

Fünf Jahre lang war nichts los in Köln. Jedenfalls nicht beim Thema Musical. Mit „Bodyguard“ hat die Stadt seit November 2015 endlich wieder ein Eigenes, dass im Musical Dome, direkt neben dem Kölner Dom aufgeführt wird.

Schon in London soll die Liebesgeschichte das Publikum begeistert haben. Jetzt ist Köln dran: Bis 2017 wird das Musical „Bodyguard“ 8-Mal pro Woche aufgeführt. Wir konnten einen Platz in der begehrtesten Vorstellung am Samstagabend ergattern. In der dritten Reihe – so nah waren wir noch nie dran. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt: tolle Sicht und man ist so nah an den Darstellern dran, dass man jeden Schweißtropfen fliegen sieht.




Die Songs, die die Handlung begleiten, sind alle von Whitney Houston – und damit auf Englisch. Die Dialoge auf Deutsch. Aber da man die Welthits sowieso alle mitsingen kann, versteht man auch, um was es in den Songs geht, Übersetzungen sind nicht nötig.

Der Stoff des Kino-Blockbusters als Musical

Das Paar des Musicals "Bodyguard" aus Köln.
Der Star und der Bodyguard – trotzdem ein tolles Paar. (Foto: Jens Hauer)

Der Kinofilm „Bodyguard“ aus dem Jahr 1992 machte die Liebesgeschichte um die Sängerin Rachel Marron und ihren Bodyguard Frank Farmer weltbekannt. Allein in Deutschland lockte der Film mit Whitney Houston und Kevin Costner damals über 6 Millionen Zuschauer in die Kinos.

Wie im Film, wird im Musical der Bodyguard Frank Farmer engagiert, um Rachel Marron vor einem unbekannten Stalker zu beschützen. Anfangs gegen ihren Willen. Die exzentrische Diva ist nicht bereit, Kompromisse zu machen und will sich nicht von Farmers strikten Regeln einsperren lassen. Doch dann entwickelt sich etwas, mit dem keiner gerechnet hat: Eine Liebesgeschichte.

Dass die beiden Darsteller sich jedoch leidenschaftlich lieben, das nimmt man ihnen im Musical nicht so ganz ab. Die Wandlung von Abneigung zu Liebe ging uns zu schnell und kommt etwas platt daher: Nach einem Abend beim Karaoke soll es um die beiden geschehen sein? Hier hätte man der Geschichte etwas mehr Zeit geben und vielleicht dafür ein Lied weglassen müssen.

Die Hauptdarstellerin Patricia Meeden singt jedoch grandios und man möchte ihr gerne noch länger zuhören. Besonders das immer wieder beschworene „schwerste Lied der Welt“ – I will always love you – singt sie am Ende der Show mit einer gigantischen Leidenschaft. Als dann auch noch ihr süßer Bühnen-Sohn mit auftritt und mitsingt, steht auch der letzte Besucher auf und klatscht bei den anschließenden Zugaben mit.

Fazit

Schon in London soll die Liebesgeschichte das Publikum begeistert haben. Jetzt ist Köln dran: Bis 2017 wird das Musical "Bodyguard" 8-Mal pro Woche aufgeführt.
Schon in London soll die Liebesgeschichte das Publikum begeistert haben. Jetzt ist Köln dran: Bis 2017 wird das Musical „Bodyguard“ 8-Mal pro Woche aufgeführt. (Foto: Nilz Böhme)

Ein tolles Musical, mit Musik, bei der jeder mitsingen kann und einer Show, die auch mit ihren Kostümen begeistert. Am Anfang ist man nicht nur ein Musical-Besucher, sondern zugleich auch ein Gast bei einem Konzert von Rachel. Toll inszeniert! Leider haben die Hauptdarsteller ihre Gefühle und Emotionen nicht immer ganz authentisch gespielt. Teilweise wirkt Wut, Hass oder ebene auch Liebe übertreiben und aufgesetzt. Aber das haben wir schnell vergessen. Spätestens als wir beim Verlassen des Musical-Theaters auf den Dom blicken, Arm in Arm und auf dem Weg nach Hause „I will always love you“ vor uns hin singen.

Tickets gibt es hier ab 28 Euro.




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